Jahresrückblick 2018

Jahresrückblick 2018


Es wird Zeit mich dieses Jahr nochmal zu Wort zu melden, nachdem es doch etwas ruhiger bei „ganz-entspannt-kiel“ und dem Wohlfühlblog geworden ist. Die letzten Wochen waren zwar nicht von Weihnachtsstress geprägt, aber sehr arbeitsreich und auch etwas sportlich. Demzufolge stand mir nicht unbedingt der Sinn nach Berichterstattung und ich habe klar Prioritäten gesetzt.

Der letzte Beitrag zum Jahresende

Über einen anderen Blog bin auf die Idee eines Jahresrückblickes gekommen und was soll ich sagen… es war bei der Recherche für mich sehr überraschend, an was ich mich fast gar nicht erinnern konnte und was ich zeitlich vorher ganz falsch eingeordnet habe.

Ich lade euch ein, zurückzublicken auf meine persönlichen letzten 12 Monate:

Januar

Ganz aus meinem Gedächtnis verloren, hatte ich einen Schreckensmoment gleich im ersten Monat: ein Familienmitglied bekam unerwartet Herzprobleme. Mit einem Herzschrittmacher ist nun alles wieder soweit gut, aber nachdenklich stimmt es trotzdem. Positiv überrascht wurde ich im Gegensatz dazu von meinem ersten Besuch der Holsten-Therme in Kaltenkirchen. Niemals hätte ich dort so ein traumhaftes Saunaareal erwartet. Mein Dank für diese tolle Erfahrung gilt der lieben Hanna.

Februar

Ein bisschen verrückt sein und etwas „wagen“ für ein Herzensprojekt: der Selflove Sunday… spontan holte ich mir bei Schnee und Minusgraden das Schimmelchen für ein Fotoshooting im Bikini zu Hilfe. Mal ein Foto mehr eines „normalen“ Menschen im Internet ohne Photoshop zu wissen und mich mit meinem Körper und meinem Selbstverständnis dafür auseinanderzusetzen, war es auf jeden Fall wert. Ich bin richtig stolz darauf und freue mich über diese Aktion, die mir eine richtige Herzensangelegenheit geworden ist. Mir wurde erst durch die vielen tollen anderen Geschichten und Menschen bewusst, wie viele aus so unterschiedlichen Gründen mit ihrem Körper- und Selbstwertgefühl zu kämpfen haben.

Selflove Sunday
Selflove Sunday

März

Was lange eine absolute Nebensache mit wenig Priorität innehatte, wurde nun im 3.ten Monat konkret und erfreute mich um so mehr: meine neue Internetseite. Schließlich liebevoll neu installiert und zudem Datenschutz-optimiert bedeutete einiges an Arbeit für mich (Bilder, Inhalte, Struktur) und den großartigen Menschen hinter dem solopreneur-shop.com

Herzlichen Dank!

April

Dieser Monat war geprägt von schönen Momenten im Wohnwagen in Noer und überdies die sportlichen Erfahrungen im Fitness-Studio nach 12 Jahren Abstinenz. Dazu kamen zwei Paar neue Schuhe für den großen Vierbeiner nach ein paar sorgenvollen Tagen und das letzte Geleit für einen lieben Menschen in der Familie eines Freundes.

Haengematte geniessen
Hängematte geniessen

Mai

Unbegreiflich, aber wahr, in diesem Monat warf mich die Ungewissheit über das „Überleben“ meines Entspannungsmobils aus der Bahn. Demzufolge bedeutet mir die eigene Mobilität sehr viel und nicht nur wegen der Möglichkeit zuverlässig zu meinen Kunden zu kommen. Die Sorge, mich gegebenenfalls um ein neues Gefährt kümmern zu müssen, hat mich quasi gelähmt. Folglich war ich sehr dankbar für die Diagnose und die mögliche Reparatur.

Juni

Die zwei folgenden Monate waren geprägt von unheimlich viel Arbeit in und um das Labor. Dazu passte dieser Sommer einfach mal überhaupt nicht zu meinem Temperaturoptimum und außer Labor, ein paar Massagen und gelegentlichen Besuchen beim Pony ging nicht viel mehr.

Juli

Meine wundervolle Schwester ermöglicht mir die Teilnahme an einem besonderen Massageseminar in Hamburg. Die Azidose-Massage-Therapie und das ganze Wochenende bekamen mir so gut und erweitern nicht nur mein Repertoire an Massagegriffen und mein Verständnis zum Säure-Basen-Haushalt. Die angenehme Atmosphäre, die tollen Menschen und die nette Organisation rundeten dieses Wochenende ab. Hier werde ich noch viel selbst ausprobieren und berichten. Ein Pflänzchen das wächst und gedeiht.

August

Mit großer Freude blicke ich zurück auf einen bisher für mich einzigartigen Kurzurlaub mit vielen Erkenntnissen über mich selbst und mein Pferdchen. Es war ein toller Ausflug per pedis zu einem wohlbekannten Ort, einem eigenen Häuschen und dem Vierbeiner quasi vor der Haustür. Ich möchte mich sehr herzlich bei den lieben Menschen bedanken, die mir das ermöglicht haben und natürlich bei meinem Begleiter selbst, der wie selbstverständlich mit mir diesen Weg gegangen ist. Die wichtigste Erkenntnis: nicht nur das Pony braucht gute Schuhe!

Wandern mit Pferd
Wandern mit Pferd

September

Ganz eindeutig der bedeutendste Moment in diesem Monat: der Klick zum Absenden meines ersten Beitrags vom Wohlfühlblog. Heute, zum Jahresende, kommt mir dieses Ereignis viel weiter weg vor. Ich musste echt nochmal genau nachschauen als ich es in meinem Kalender nachgeschaut habe. Der Blog bereitet mir Freude, gestaltet sich auch als eine Art Tagebuch und Erfahrungsbericht für mich selbst. In Kombination mit den sozialen Kanälen und hier vor allem neu, Instagram, bedeutet er auch eine Menge Arbeit und Lernen. Angenehmer Nebeneffekt: das Köpfchen muss ich hier anstrengen ?

Oktober

Der 10te im Bunde startete äußerst schmerzhaft mit langwierigen Folgen. Durch einen kleinen Fehltritt war ich gleich mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt und musste meine Aktivitäten herunterfahren auf eine Art, die mir echt schwergefallen ist. Hier wurde mir bewusst, wieviel ich in letzter Zeit unterwegs war, vor allem anhand der zahlreichen Termine, die ich nun absagen oder verschieben musste. Ich bin nun eigentlich vom Typ her sehr geduldig, aber mich so eingeschränkt aus dem Haus bewegen zu können, war schon eine Hausnummer. Von diesem „Unfall“ werde ich noch lange etwas spüren.

November

Zum Glück erholte sich mein Fuß soweit, dass ich an zwei wichtigen Fortbildungen teilnehmen konnte. Diese mussten natürlich in genau zur gleichen Zeit, also in genau der gleichen Woche im Jahr stattfinden… praktischerweise auch noch an zwei so unglaublich nah beieinanderliegenden Orten in Deutschland… einmal München, einmal Kiel… auch das konnte ich rocken und beides war ein voller Erfolg und demzufolge bringt mich das neu Erlernte sowohl im Labor als auch mit dem Pferd weiter.

Dezember

Auch ohne Weihnachten gab es hier wundervolle Momente und Wiedersehen mit alten Bekannten. Das Grünkohlessen mit den ehemaligen Kollegen aus der Zeit am GEOMAR fühlte sich an wie „nach Hause kommen“. Außerdem durfte ich zusammen mit der wundervollen Belinda wieder einmal erleben, wie toll sich „Massiert-Werden“ anfühlt und wie wertvoll der Austausch mit Kollegen sein kann. Hach, ich freue mich schon auf unseren nächsten Termin im Januar!

Das letzte Highlight erlebe ich gerade jetzt: ein Dänemarkurlaub mit Freunden. Ich bin glücklich!

Und damit verabschiede ich mich für dieses Jahr und wünsche Euch einen fantastischen Abschluss für 2018 und einen entspannten Start ins Neue Jahr!

Katrin

Weihnachtsmuffel – ich mache, was ich will

Weihnachtsmuffel – ich mache, was ich will

Wir haben uns alle lieb!? Warum ausgerechnet im Dezember? Familienidyll auf Krampf, für viele bedeutet es einfach nur Stress. Überwiegen die schönen Momente im trauten Zusammensein den gegebenenfalls aufwendigen und vielfach missachteten Bemühungen und Vorbereitungen?

Dementsprechend muss ich manchmal daran denken, dass diese Zeit auch ihre Schattenseiten hat. Was macht man, wenn man allein ist, möglicherweise isoliert, ohne Familie und Freunde? Wie viele Menschen sind unglücklich, weil sie Weihnachten niemanden an ihrer Seite haben?

Einige Berufsgruppen sind sicherlich ebenfalls froh, wenn die Zeit so schnell wie möglich, vorbei ist z.B. Angestellte im Einzelhandel, Paketboten…

Keine Lust auf die Jagd nach Geschenken? Kennt Ihr das?

Seit Jahren habe ich mich aus fast allem rausgezogen, was mit Weihnachten und der Zeit davor zu tun hat. Und ich sage euch: es geht mir prima damit!

Ich schenke z.B. lieber zu Zeiten, die ich für richtig halte und meist sind das Zeit oder Massagen.

Ist es ok? Verstehen das andere?

Ich weiß gar nicht, wann das bei mir gekippt ist und ich zum Weihnachtsmuffel wurde. Das ist auch gar nicht wichtig. Wichtig ist, was ich heute daraus mache!

Natürlich würde meine Familie mich gern dabeihaben, aber sie akzeptieren meine Wünsche. Ich verbringe die Zeit gern zu zweit, ohne Weihnachtsgedöns. Ich bin glücklicherweise nicht allein mit meiner X-mas-Phobie.

Einfach Wahnsinn

kurios

kurios

Es fängt schon mit diesen Weihnachtsfressalien im September an… das ist echt kurios!

Bisher habe ich vor Dezember immer einen deutlichen Bogen um die Naschereien gemacht. Dieses Jahr war es anders: warum soll ich meine kleine Leidenschaft für Elisenlebkuchen erst im Dezember ausleben, wenn ich eh „kein“ Weihnachten zelebriere? Also kann für mich dieser Genuss doch auch irgendwann beginnen… und tatsächlich auch schon vor Dezember wieder beenden. Gesagt, getan! Meine Ration habe ich für dieses Jahr fast schon gehabt! Es wird sicher noch ein paar Ausnahmen geben.

Nicht auf Krampf und aus Prinzip gegen alles sein

Natürlich verstehe die Intention, was Menschen in dieser „dunklen“ Jahreszeit verbindet. Gerade Kerzen und Beleuchtung tragen zum Wohlbefinden bei.

Sich etwas Schönes zu gönnen, bewusst aufwendiger zu kochen, sich dafür Zeit nehmen… darauf freue ich mich ebenfalls.

Einmal im Jahr bekomme ich doch an einem Abend einen Rappel und möchte Kekse backen. Jedes Jahr aufs Neue starte ich dann bestens vorbereitet (nicht) nach 20:00Uhr und möchte 3-4 Rezepte auf einmal schaffen, um eben nur einmal den Aufwand zu betreiben. Natürlich bedenke ich die unterschiedlichen Vorbereitungszeiten, Kühlphasen und Verzierungseinheiten… und bin immer wieder überrascht, dass es dann nach Mitternacht ist. Bereits 10 Bleche im Ofen und immer ist erstaunlicherweise noch nicht alles fertig. Im schlimmsten Falle kommen noch Bauchweh vom Teig probieren oder den Probierkeksen dazu. Ablenken und über Wasser halten kann mich dann nur eine uralte Mix-CD mit Weihnachtsliedern, die skurriler Weise ein paar Songs von damaligen Gute-Zeiten-Schlechte-Zeiten Darstellern beinhaltet und einfach schöne Erinnerungen hervorzaubert. Endlosschleife problemlos.

Weihnachtspony Podest

Weihnachtspony Podest

Kirche und Glauben

Der christliche Hintergrund ist für mich zwiespältig. Auf der einen Seite sind es mitunter schöne Geschichten, oft mit Metaphern, die zum Nachdenken und Besinnen anregen. Auf der anderen Seite bin ich so gar nicht bereit, mich hier im Zweifelsfalle in eine Kirche drängen zu lassen. Jedem das Seine! Ich glaube einfach nicht an einen / den „einen“ Gott.

Ich verbringe seit ein paar Jahren ganz ungezwungen an Heiligabend ein paar Stunden am Stall und freue mich riesig auf einen kleinen Weihnachtsritt und angenehme Zeit mit netten Menschen und Ponys.

Entspannte Vorweihnachtszeit, Katrin