Bevor es mit Reiki weitergeht, möchte ich über ein für mich gerade aktuelles Thema berichten.

Ich bin bzw. war unterwegs im ICE nach München zu einer Fortbildung für Molekularbiologie.

Bedenken – Kopfkino

Kennt Ihr das? Bammel vor einer Reise? Erwische alle Züge und Anschlüsse? Wie verhalten sich die Menschen in meiner Umgebung? Muss ich Angst um mein Gepäck haben?

Ich bin so ein Muffel, was die öffentlichen Verkehrsmittel angeht. Keine Praxis. Allein das erste Mal allein ein Ticket buchen, mit der Bahn App hat mich schon vor Herausforderungen gestellt (verbunden mit technischen Problemen ?). Die Kollegen schütteln nur ungläubig mit dem Kopf, wenn ich es aufregend finde ein Hotel zu buchen… für mich ist das irgendwie neu.

Normalerweise wäre ich ja mit dem Auto gefahren, aber das ging diesmal nicht. Ich weiß: die lange Strecke und der sicherlich nicht einfache Verkehr würde die meisten abschrecken. Wäre die Distanz nicht so lang, hätte ich gar nicht überlegt und möglicherweise unterwegs noch einen Abstecher nach zu Freunden gemacht. Nun muss ich aber Freitag schnellstmöglich zurück und darf Samstag auch nicht völlig übermüdet in Kiel ankommen.

Unentspannt am Morgen

In Kiel noch gut losgekommen, schlichen wir von Neumünster nach Elmshorn… 30 Minuten zu spät in Hamburg und der Anschlusszug nach München natürlich weg.

Umbuchen und Sitzplatzreservierung erneuern waren unproblematisch. Und statt IC einen ICE, vermutlich sogar komfortabler. 1 Stunde später los in HH aber nur 30min später ankommen, das geht dann ja. Nur ich merke, wie misstrauisch und unentspannt ich bin. So gern ich Kontakt mit Menschen bei der Massage habe, aber dabei suche ich mir meine Klientel aus. 7:00 Sonntag morgens im Hamburger Hauptbahnhof sind schon erstaunlich viele Menschen unterwegs. Mich verunsichern solche Situationen, mich verunsichern andere Menschen, die ich ggf. nicht einschätzen kann, ich nicht weiß, ob sie mir wohlgesonnen sind. Mein Auto bietet mir da einen sicheren Rahmen.

Mit der Bahn fahren hat sich verändert

Allerdings muss ich zugeben, dass Zug fahren, wenn er denn fährt und man ihn erwischt, gar nicht so übel ist. Man muss sich nicht auf den Verkehr konzentrieren und kann sogar am Blog schreiben und hurra, auch ins Internet ohne das Datenvolumen meines Smartphones überstrapazieren zu müssen. Somit ist die Bahnfahrt schon mal nicht so langweilig.

Und natürlich freue ich mich auch auf neue Menschen bei der Labor Academy und das Training fürs Köpfchen.

Willkommen in Süddeutschland

Und was soll ich sagen, Bayern hält ein paar Überraschungen bereit: strahlender Sonnenschein und die Blätter sind auch hier noch so großartig bunt, wie in Schleswig-Holstein. Dort regnet es wohl gerade in Strömen und ich bin gar nicht böse, hier etwas zu schwitzen.

Am Zielort, meiner Pension angekommen, bin ich in einem kleinen Paradies gelandet: Haflinger, soweit das Auge reicht. Morgens beim Frühstück und Sonnenaufgang auf friedlich grasende Ponys zu schauen: entzückend. Mein Herz geht auf!

Dienstreise

Haflinger Paradies

Mir fallen kleine Unterschiede in der Infrastruktur auf: die Bürgersteige sind hier irgendwie anders, nicht so gradlinig. Manchmal hören sie einfach auf und man muss ggf. die Straße wechseln oder sie werden auf ein paar Zentimeter schmal, schlängeln sich um Häuser herum… bisher habe ich überlebt ?.

Überraschung

Und man sollte es nicht glauben: es gibt hier im Umkreis kaum WLAN und wie ich erfahre nicht, weil die Betreiber von Pension und Restaurants ihren Kunden das nicht gönnen… nein, es ist einfach keine gute Verbindung in ausreichender Stärke zu bekommen. Und das nur 20 Kilometer von München entfernt.

Es ist ja nicht so, dass ich unbedingt stundenlang ins Internet muss täglich, aber einen Post wollte ich doch gern diese Woche noch rausschicken…

Deshalb schreibe ich gerade diesen Beitrag hier schon einmal vor und fahre heute Abend nach dem Seminar in Richtung München und suche mir dort eine gemütliche Location um den Feinschliff vorzunehmen und dann rauszuschicken.

Mein Fazit: wenn ich die Wahl habe, würde ich das Auto wegen der Flexibilität bevorzugen. Bahn fahren ist nicht schlimm und ich bemerke, dass ich meine Umgebung anders wahrnehme, mir Dinge genauer anschaue und mich einfach auch mehr bewege.

Dienstreise

WLAN in München

Hurra, ich habe ein gemütliches Cafe am Viktualienmarkt gefunden mit offenem WLAN. Das fühlt sich so lustig an, so busy und weltmännisch… andere Blogger würden sich wahrscheinlich tot lachen, für mich ist das alles neu. Aber es fühlt sich nicht falsch an! Es macht Spaß!

Entspannte Grüße

Katrin